Kloster Marienstern Mühlberg/Elbe

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Kar- und Ostertage 2018

 

Miteinander den Glauben feiern – miteinander über den Glauben reden

miteinander die Freude des Glaubens erleben

Gründonnerstag – Karfreitag – Karsamstag - Ostern

 

„Kartage und Ostern ohne Mühlberg – geht gar nicht mehr“, so sagte am Ende der Kartage eine Teilnehmerin, die nun schon das dritte Mal diese Tage im Kloster Marienstern mitfeierte.

Eine Gruppe von 28 TeilnehmerInnen, darunter sieben Kinder und Jugendliche, begann am Gründonnerstag mit einem Agapemahl im Kloster die Feier der drei österlichen Tage. Der Speisesaal war festlich geschmückt und für jeden stand ein Sederteller bereit auf dem die Bitterkräuter, ein Ei, Mazzenbrote, Charoset und andere Gaben lagen. In der Mitte brannten die Kerzen des Siebenarmigen Leuchters, der Gebetsschal und die Kippa erinnerten an die Juden und an den Auszug der Israeliten aus Ägypten. Nach einer Einführung in den Sinn dieser Glaubenstage begann das Mahl. In einem Korb lagen Zettel bereit. Jeder sollte einen Zettel ziehen und 12 waren die Namen der zwölf Apostel. Diese waren also ausgewählt zur Fußwaschung. Um 19.00 Uhr zogen die „Jünger“ mit den Patres und dem Zeremoniar zum Gottesdienst. Nach dem Gottesdienst ging man mit Fackeln hinaus in den Klostergarten(Gethsemane). Anhand der Bibelstellen durchwachten wir, kamen zum Petrus ans Feuer, sahen die Jünger fliehen und kamen dann wieder zurück in die Kapelle, um vor dem Allerheiligsten Anbetung zu halten.

Am Karfreitag wurden die Mahlzeiten teilweise im Schweigen eingenommen, vormittags gingen wir im Kreuzgang mit der brennenden Jesuskerze von Station zu Station. Bei der Station als Jesus starb wurde plötzlich die Kerze ausgeblasen. Das hat bei manchen Mitbetern einen tiefen Eindruck hinterlassen. Am Nachmittag war um 15.00 Uhr die Karfreitagsliturgie. Beim Lesen der Passion haben Kinder das Kreuz hereingetragen und schlugen bei der Kreuzigung die Nägel ins Kreuz. Zur Kreuzverehrung wurde das „Hagios ho Theos“ beeindruckend von Gabi gesungen. Dabei konnte jeder auf seine Art dem Gekreuzigten seine Verehrung zeigen, indem er auf Zettel eine Bitte, ein Anliegen schrieb, oder einen ihm wichtigen Gegenstand ablegte wie z.B. das Handy, die Uhr, die Brille, den Autoschlüssel….. Bevor man dann am Ende der Liturgie wegging konnte man nochmals in Stille zum Kreuz gehen, ein kleines rotes Grablicht anzünden, seinen Gegenstand wieder mitnehmen und in Stille hinausgehen. Zeit spielte keine Rolle, niemand schaute auf die Uhr, denn das Geschehen und Erleben bewegte jeden. Am Abend war dann Stille und man traf sich am nächsten Morgen – Karsamstag, dem Tag der Grabesruhe zur Karmette.

Nach einem sehr kargen Frühstück ging es an die Vorbereitungen für Ostern. Osterbrot backen, Eier färben, Kirche schmücken, Osterkerzen basteln, Ostermandala malen,….

Nachmittags trafen wir uns dann, um mehr über die Inhalte und die Liturgie der Osternacht zu erfahren. Ebenso wurden die Gesänge und die WARUM-Fragen geübt. Und nach dem Abendgebet in der Klosterkirche war dann eine wohltuende Stille im ganzen Klosterbereich. Schweigend ging so mancher nochmals durch den Kreuzgang.

 

Am nächsten Morgen kamen schon bald nach 5.00 Uhr die Kleinen angerannt, weil sie sich so auf den Gottesdienst freuten. Die festliche Osternacht begann in der Klosterkirche. Etwas 90 Gläubige waren gekommen und saßen schweigend in der Kirche um das Osterfeuer bis dann der Gongschlag den Auftakt zu den Lesungen angab. Wir hielten es bewußt so, denn wir hörten die Botschaften und Geschichten des Glaubens der Genesis, des Exodus, der Propheten Jesaja und Ezechiel. Danach wurde das Feuer gesegnet, dann die Osterkerze gesegnet und am Feuer entzündet. Wie ergriffen waren wir doch alle als in der altehrwürdigen Klosterkirche das festliche „Exultet“ gesungen wurde. Danach wurden die Osterkerzen der Gemeinden der Pfarrei entzündet. Dann zog die Osterkerze mit dem „Lumen Christi“ durch die Kirche über die Wiese hinüber in die Marienkirche, wo dann die Weihwasserweihe und die Tauferneuerung stattfanden. Ein großer Gabentisch mit Osterbrot – Eier – Fleisch und gebackenen Osterlämmern stand beim Auferstandenen und wurden am Schluss gesegnet. Nach diesem Fest des Glaubens, nach diesem Gottesdienst der Fülle haben sich viele noch einladen lassen zum Osterfrühstück im Kloster. Nach dem etwa zweistündigem Osterfrühstück traf sich dann noch einmal die Gruppe in der Klosterkirche, um den Kurs abzuschließen. P. Alois salbte dann jedem Teilnehmer mit kostbarem Nardenöl den Handrücken. Ein Duft verbreitete sich und breitete sich aus und so konnten die Teilnehmer den Duft des Glaubens, der Auferstehung und der erlebten Gemeinschaft mit nach Hause nehmen.

Solche Erlebnisse kann man nicht einfach abhaken. Immer und immer wieder kommen einem in den Tagen der Osterzeit diese Gedanken, die Bilder, die Gespräche und die Erlebnisse in den Sinn. Leben zu dürfen aus dem Glauben ist ein echtes Geschenk. Solche Tage sind nur möglich, wenn jemand sich ganz darauf einlässt und jeder sich ganz einbringt mit seinen Fähigkeiten und seiner Kraft. Allen möchte ich daher von Herzen danken.

P. Alois Andelfinger cmf- Claretiner – Osteroktav 2018


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